Initiative für eine vernünftige Radwegplanung
L 1103 · Bretten–Großvillars · Richtung Knittlingen

Radweg ja.
Baumfällungen nein.

Ein sicherer Radweg ist wichtig. Ebenso wichtig ist eine Planung, die gewachsene Bäume schützt. Wir fordern, alle baumerhaltenden Alternativen transparent zu prüfen, bevor irreversible Tatsachen geschaffen werden.

Mobilitätswende und Baumschutz gehören zusammen.

Der geplante Radweg entlang der L 1103 zwischen Bretten und Großvillars soll eine bestehende Lücke schließen. Das Ziel unterstützen wir. Unverständlich ist jedoch, warum dafür nach den uns vorliegenden Informationen 21 gewachsene Bäume weichen sollen. Ersatzpflanzungen können deren ökologische und klimatische Leistung über viele Jahre nicht ersetzen.

Bestand erhaltenJeder vorhandene Baum muss als Planungswert behandelt werden – nicht nur als rechnerisch kompensierbarer Eingriff.
Alternativen offenlegenVerschwenkungen, punktuelle Engstellen und andere baumschonende Lösungen müssen nachvollziehbar untersucht werden.
Transparent entscheidenBaumgutachten, Artenschutzprüfung, Variantenvergleich und Ausgleichskonzept gehören öffentlich zugänglich gemacht.
Mitmachen dauert zwei Minuten

Schreiben Sie dem Regierungspräsidium.

Öffnen Sie die Vorlage in Ihrem Mailprogramm oder kopieren Sie den Text. Ergänzen Sie am besten ein oder zwei persönliche Sätze – individuelle Nachrichten werden eher wahrgenommen.

Empfänger An: axel.speer@rpk.bwl.de
CC: buergerreferentrpk@rpk.bwl.de
CC: poststelle@rpk.bwl.de

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Betreff: Geplante Fällung von 21 Bäumen für den Radweg an der L 1103/L 1103a
Sehr geehrter Herr Speer, mit großem Unverständnis habe ich erfahren, dass für den geplanten Radweg entlang der L 1103 beziehungsweise L 1103a in Richtung Großvillars/Knittlingen nach dem derzeit bekannt gewordenen Planungsstand insgesamt 21 bestehende Bäume gefällt werden sollen. Ich begrüße ausdrücklich den Bau sicherer Radwege. Eine Maßnahme, die nachhaltiger Mobilität dienen soll, darf jedoch nicht ohne überzeugende Notwendigkeit mit der Beseitigung gewachsener Bäume erkauft werden. Eine solche Planung wirkt in sich widersprüchlich und angesichts zunehmender Hitze, des Verlusts von Lebensräumen und der Bedeutung von Straßenbäumen für Verschattung, Mikroklima und Landschaftsbild fachlich kurzsichtig. Ersatzpflanzungen sind kein gleichwertiger Ersatz für ausgewachsene Bäume. Junge Nachpflanzungen benötigen Jahrzehnte, bis sie annähernd dieselben ökologischen und klimatischen Leistungen erbringen. Deshalb muss der Erhalt des vorhandenen Baumbestands bereits bei der Wahl und Ausgestaltung der Trasse Vorrang haben. Ich bitte das Regierungspräsidium um eine konkrete und nachvollziehbare Beantwortung folgender Fragen: 1. Welche 21 Bäume sollen gefällt werden, und um welche Baumarten, Stammumfänge, Alters- und Vitalitätsklassen handelt es sich? 2. Aus welchen zwingenden Gründen ist die Fällung jedes einzelnen Baumes erforderlich? 3. Welche Trassenvarianten wurden geprüft, um den Baumbestand vollständig oder weitgehend zu erhalten? 4. Wurden eine Verschwenkung des Radwegs, punktuelle Engstellen oder andere baumschonende Lösungen untersucht? 5. Liegen ein Baumgutachten, eine artenschutzrechtliche Prüfung und ein landschaftspflegerischer Begleitplan vor? Falls ja, bitte ich um Veröffentlichung oder Übersendung. 6. Welche Ersatzpflanzungen sind vorgesehen und wie wird ihr dauerhafter Erhalt gewährleistet? 7. Kann die Planung noch zugunsten einer baumerhaltenden Variante verändert werden? Ein sicherer Radweg und der Schutz bestehender Bäume dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Ich fordere das Regierungspräsidium deshalb auf, die vorgesehenen Fällungen bis zur transparenten Prüfung baumerhaltender Alternativen auszusetzen und die Planung entsprechend zu überarbeiten. Bitte teilen Sie mir außerdem mit, wie und innerhalb welcher Frist Bürgerinnen und Bürger Einwendungen oder Anregungen vorbringen können. Mit freundlichen Grüßen [Bitte Namen und Wohnort ergänzen]

Was öffentlich dokumentiert ist

Strecke
Geplant ist ein straßenbegleitender Radweg zwischen Bretten und Großvillars entlang der L 1103.
Zuständigkeit
Das Referat 44 des Regierungspräsidiums Karlsruhe plant Bundes- und Landesstraßen sowie Radwege im Regierungsbezirk.

Quellen und weiterführende Informationen

Hinweis zur Zahl der Bäume: Die Angabe von 21 Fällungen beruht auf dem derzeit bekannt gewordenen Planungsstand. Mit der Aktion wird das Regierungspräsidium zugleich aufgefordert, die genaue Baumliste und die zugrunde liegenden Fachunterlagen offenzulegen.